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	Kommentare zu: Windows 11 ohne Microsoft-Konto &#8211; Vor- und Nachteile	</title>
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	<description>Tipps, Tricks, Anleitungen aus dem IT-Bereich</description>
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		Von: Jupp Kaltofen		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jupp Kaltofen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2024 17:53:19 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es gibt einen noch viel wichtigeren Aspekt der bei einem Microsoft-Konto von Vorteil ist und dass betrifft die Lizenz des Betriebssystems. Bei Lizenzformen wie Retail, DSP wird zwischen NSLP und SLP unterschieden. NSLP kommen mit COA (Dem Certificate of Authority;  der typische Aufkleber mit dem Registrierschlüssel). Damit lässt sich ein Gerät nach Defekt oder Tausch von Motherboard, und/oder CPU wieder lizensieren.
Das N in NSLP bedeutet dass die Lizenz nicht an das Gerät gebunden ist. 

Die SLP ist Node-Locked - also an das Gerät gebunden. Microsoft hat nicht vorgesehen, dass diese Lizenz auf ein anderes Gerät übertragen wird. 
Wird mal eine Festplatte oder CPU getauscht - selbst wenn es eine identische ist, so wird sie als &quot;Fremd&quot; identifiziert und schon hat man Probleme mit der Registrierung.
In weiten Teilen der Welt, müsste man wohl mit dem Support von Microsoft sprechen, was i.d.R. zu nichts führen wird.
Beim Tausch des Mainboards auf ein Moderneres, hat man die gleichen Probleme. 
Nun kommen wir aber zu einer Besonderheit die für uns als Mitglied der EU seit einigen Jahren besteht. Die EU hat erstritten, dass alle kaufbaren Lizenzen übertragbar sein müssen. Ausnahme sind wohl die Lizenzen die im Bios des Herstellers des Gerätes geschrieben sind. Wie sich dies rechtlich verhält, kann ich nicht sagen.
Die Enterprise-Versionen sind Volumen-Lizenzen und für Privatanwender nicht vorgesehen, daher gibt es hier Unternehmensvereinbarungen.
Also nochmal zurück auf die NSLP und SLP Lizenzen. Die NSLP ist sowieso übertragbar. Die SLP nur in der EU. Blöd ist, dass man dies theoretisch machen könnte, praktisch aber schon Probleme damit bekommt. Es braucht in jedem Fall das OEM-COA Label oder besser gesagt, den Key. Damit muss man bei MS anrufen und die Lizenz wieder freischalten lassen. Ich habe dies bisher nur bei Windows XP vielfach erfolgreich machen können. Alle neueren Versionen wurden so nicht erfolgreich freigeschaltet. Der Support verwies in allen Fällen auf den Vertreiber der Lizenz. Der kann eigentlich auch nichts tun. Es ist wohl so gewollt, dass dies auch in der EU sehr schwierig ist, wenn man mit MS Support über die Lizenz sprechen muss.
Was aber hat dies alles mit dem MS-Konto zutun? Nun, hier ist die Problemlösung enthalten. In der EU ist es möglich, die &quot;Digitale Signatur&quot; der aktivierten Lizenz  bei MS zu speichern. Dort ist auch der OEM-COA mit dem Key gespeichert und mit der digitalen Signatur verbunden. Mit dem Eröffnen eines Microsoft-Kontos wird deine Email-Adresse zusammen mit der digitalen Signatur und dem OEM-COA verknüpft.
Was Dich als Lizenznehmer authentifiziert ist dein MS-Konto. Nun sind die zwei wichtigen Faktoren zur erfolgreichen Aktivierung vorhanden. Der COA-Schlüssel und deine MS-Konto ID (Die Email-Adresse). Damit kannst Du deine Lizenz nun übertragen oder reaktivieren, wenn Lizenzrelevante Hardware wie Mainboard (die MAC des Ethernet-Adapters oder einen andere CPU) verwendet wird.
Auch bei der NSLP ist dieses Verfahren besser, denn nach max. dreimaliger Schlüsselverwendung wird ein Anruf fällig.  Glaubt es mir, ihr wollt dort nicht anrufen.

Noch ein Hinweis der auf die MAC Adresse der Netzwerkkarte abzielt. Bevor ihr die Lizenz aktiviert, solltest ihr eine mögliche Add-On Karte besser rausziehen. Ist die Lizenz an dieser Karte gebunden, ist auch sie Teil der digitalen Signatur. Wird sie mal entfern und gegen eine neuere Karte ersetzt, kann dies ebenso zu einem Problem mit der Aktivierung führen. 

Ich habe ein MS-Konto für u.a. Outlook. Damit habe ich meinen PC mit dem Konto verknüpft und auch zweimal damit angemeldet.
Danach habe ich die Verknüpfung wieder aufgehoben und bin mit dem lokalen Konto unterwegs.  Meine verwendete Signatur bleibt nun mit dem Schlüssel des COA verknüpft, bis ich das Konto lösche. Und damit bleibt die Lizenz meine. Sollte mein Gerät mal sterben oder ich wechsele das Gerät, kann ich diese Lizenz wieder zuweisen. Natürlich wird bei dieser Neuzuweisung die vorherige deaktiviert. 
Das bedeutet in Konsequenz aber auch, dass man bei einer Neuinstallation das Gerät mit dem MS-Konto angemeldet werden muss. 

Ich Installiere aber nicht direkt mit dem Key, denn dann muss man die Geräte-Policy anpassen. Es wird die Option des lokalen Anmeldens nicht mehr angezeigt. 
Also ohne verfügbare Lizenz installieren und statt MS-Konto eine Domänen-Konto Anmeldung wählen. Dann bekommt man wieder ein lokales Konto ohne diesen Firlefanz mit abgezogenem Netzwerkstecker oder sowas.  Man muss sich ja nicht später in einer Domäne anmelden. Bei der W11Pro geht das. Dann kann man nachträglich noch immer ein MS-Konto wählen, sich anmelden und aktivieren. Danach zweimal rebooten, damit die Lizenz in jedem Fall hochgeladen ist. Dann den PC wieder zurück auf lokale Anmeldung umstellen. 
Dass war es. Ich empfehle das Anmelden am Konto einmal im Jahr zu wiederholen, wenn sich in der Zwischenzeit mal was geändert hat. Vor dem Aufrüsten oder dem Umzug würde ich immer zuvor mal das MS-Konto mit einer Anmeldung aktualisieren.
Ja, das ist aufwändiger als nur einen Key zu verwenden. Aber es ist wesentlich aufwändiger wenn die Lizenz mal nicht mehr akzeptiert würde. Alles zusammen kostet weniger als 10 min.
Und ja, es ist ein langer Beitrag geworden - sorry dafür. Mir ist jedoch aufgefallen, dass sehr viele Leute die Hintergründe kennen und daher gern mal in eine Falle laufen.
Der MS-Support ist sehr gut - aber nur wenn man ihn tatsächlich über einen Support-Vertrag nutzt. Ich finde es traurig wie MS mit den Kunden umgeht, die ihr OS redlich bezahlt haben und denen auch tatsächlich geholfen werden müsste. Es ist auch keine Frage des Preises, der im Fall von Windows in den letzten 20 Jahren um 50% gefallen ist. Es ist bestehendes Recht. Die Erfahrung zeigt, dass dies von fast allen Herstellern und Vertreibern von Software-Produkten kaum noch nützlich gewährt wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt einen noch viel wichtigeren Aspekt der bei einem Microsoft-Konto von Vorteil ist und dass betrifft die Lizenz des Betriebssystems. Bei Lizenzformen wie Retail, DSP wird zwischen NSLP und SLP unterschieden. NSLP kommen mit COA (Dem Certificate of Authority;  der typische Aufkleber mit dem Registrierschlüssel). Damit lässt sich ein Gerät nach Defekt oder Tausch von Motherboard, und/oder CPU wieder lizensieren.<br />
Das N in NSLP bedeutet dass die Lizenz nicht an das Gerät gebunden ist. </p>
<p>Die SLP ist Node-Locked &#8211; also an das Gerät gebunden. Microsoft hat nicht vorgesehen, dass diese Lizenz auf ein anderes Gerät übertragen wird.<br />
Wird mal eine Festplatte oder CPU getauscht &#8211; selbst wenn es eine identische ist, so wird sie als &#8222;Fremd&#8220; identifiziert und schon hat man Probleme mit der Registrierung.<br />
In weiten Teilen der Welt, müsste man wohl mit dem Support von Microsoft sprechen, was i.d.R. zu nichts führen wird.<br />
Beim Tausch des Mainboards auf ein Moderneres, hat man die gleichen Probleme.<br />
Nun kommen wir aber zu einer Besonderheit die für uns als Mitglied der EU seit einigen Jahren besteht. Die EU hat erstritten, dass alle kaufbaren Lizenzen übertragbar sein müssen. Ausnahme sind wohl die Lizenzen die im Bios des Herstellers des Gerätes geschrieben sind. Wie sich dies rechtlich verhält, kann ich nicht sagen.<br />
Die Enterprise-Versionen sind Volumen-Lizenzen und für Privatanwender nicht vorgesehen, daher gibt es hier Unternehmensvereinbarungen.<br />
Also nochmal zurück auf die NSLP und SLP Lizenzen. Die NSLP ist sowieso übertragbar. Die SLP nur in der EU. Blöd ist, dass man dies theoretisch machen könnte, praktisch aber schon Probleme damit bekommt. Es braucht in jedem Fall das OEM-COA Label oder besser gesagt, den Key. Damit muss man bei MS anrufen und die Lizenz wieder freischalten lassen. Ich habe dies bisher nur bei Windows XP vielfach erfolgreich machen können. Alle neueren Versionen wurden so nicht erfolgreich freigeschaltet. Der Support verwies in allen Fällen auf den Vertreiber der Lizenz. Der kann eigentlich auch nichts tun. Es ist wohl so gewollt, dass dies auch in der EU sehr schwierig ist, wenn man mit MS Support über die Lizenz sprechen muss.<br />
Was aber hat dies alles mit dem MS-Konto zutun? Nun, hier ist die Problemlösung enthalten. In der EU ist es möglich, die &#8222;Digitale Signatur&#8220; der aktivierten Lizenz  bei MS zu speichern. Dort ist auch der OEM-COA mit dem Key gespeichert und mit der digitalen Signatur verbunden. Mit dem Eröffnen eines Microsoft-Kontos wird deine Email-Adresse zusammen mit der digitalen Signatur und dem OEM-COA verknüpft.<br />
Was Dich als Lizenznehmer authentifiziert ist dein MS-Konto. Nun sind die zwei wichtigen Faktoren zur erfolgreichen Aktivierung vorhanden. Der COA-Schlüssel und deine MS-Konto ID (Die Email-Adresse). Damit kannst Du deine Lizenz nun übertragen oder reaktivieren, wenn Lizenzrelevante Hardware wie Mainboard (die MAC des Ethernet-Adapters oder einen andere CPU) verwendet wird.<br />
Auch bei der NSLP ist dieses Verfahren besser, denn nach max. dreimaliger Schlüsselverwendung wird ein Anruf fällig.  Glaubt es mir, ihr wollt dort nicht anrufen.</p>
<p>Noch ein Hinweis der auf die MAC Adresse der Netzwerkkarte abzielt. Bevor ihr die Lizenz aktiviert, solltest ihr eine mögliche Add-On Karte besser rausziehen. Ist die Lizenz an dieser Karte gebunden, ist auch sie Teil der digitalen Signatur. Wird sie mal entfern und gegen eine neuere Karte ersetzt, kann dies ebenso zu einem Problem mit der Aktivierung führen. </p>
<p>Ich habe ein MS-Konto für u.a. Outlook. Damit habe ich meinen PC mit dem Konto verknüpft und auch zweimal damit angemeldet.<br />
Danach habe ich die Verknüpfung wieder aufgehoben und bin mit dem lokalen Konto unterwegs.  Meine verwendete Signatur bleibt nun mit dem Schlüssel des COA verknüpft, bis ich das Konto lösche. Und damit bleibt die Lizenz meine. Sollte mein Gerät mal sterben oder ich wechsele das Gerät, kann ich diese Lizenz wieder zuweisen. Natürlich wird bei dieser Neuzuweisung die vorherige deaktiviert.<br />
Das bedeutet in Konsequenz aber auch, dass man bei einer Neuinstallation das Gerät mit dem MS-Konto angemeldet werden muss. </p>
<p>Ich Installiere aber nicht direkt mit dem Key, denn dann muss man die Geräte-Policy anpassen. Es wird die Option des lokalen Anmeldens nicht mehr angezeigt.<br />
Also ohne verfügbare Lizenz installieren und statt MS-Konto eine Domänen-Konto Anmeldung wählen. Dann bekommt man wieder ein lokales Konto ohne diesen Firlefanz mit abgezogenem Netzwerkstecker oder sowas.  Man muss sich ja nicht später in einer Domäne anmelden. Bei der W11Pro geht das. Dann kann man nachträglich noch immer ein MS-Konto wählen, sich anmelden und aktivieren. Danach zweimal rebooten, damit die Lizenz in jedem Fall hochgeladen ist. Dann den PC wieder zurück auf lokale Anmeldung umstellen.<br />
Dass war es. Ich empfehle das Anmelden am Konto einmal im Jahr zu wiederholen, wenn sich in der Zwischenzeit mal was geändert hat. Vor dem Aufrüsten oder dem Umzug würde ich immer zuvor mal das MS-Konto mit einer Anmeldung aktualisieren.<br />
Ja, das ist aufwändiger als nur einen Key zu verwenden. Aber es ist wesentlich aufwändiger wenn die Lizenz mal nicht mehr akzeptiert würde. Alles zusammen kostet weniger als 10 min.<br />
Und ja, es ist ein langer Beitrag geworden &#8211; sorry dafür. Mir ist jedoch aufgefallen, dass sehr viele Leute die Hintergründe kennen und daher gern mal in eine Falle laufen.<br />
Der MS-Support ist sehr gut &#8211; aber nur wenn man ihn tatsächlich über einen Support-Vertrag nutzt. Ich finde es traurig wie MS mit den Kunden umgeht, die ihr OS redlich bezahlt haben und denen auch tatsächlich geholfen werden müsste. Es ist auch keine Frage des Preises, der im Fall von Windows in den letzten 20 Jahren um 50% gefallen ist. Es ist bestehendes Recht. Die Erfahrung zeigt, dass dies von fast allen Herstellern und Vertreibern von Software-Produkten kaum noch nützlich gewährt wird.</p>
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