Raspberry Pi – NAS Server / Datei-Server einrichten mit Samba

Raspberry Pi – NAS Server / Datei-Server einrichten mit Samba
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Der Raspberry Pi wird als Datei-Server Beziehungsweise NAS-Server eingerichtet. Diese Anleitung führt sie Schritt für Schritt durch die Installation von Samba und die Einrichtung eines Datei-Server. Als Speichermedium dient eine USB-Festplatte am Raspberry Pi.

In dieser Anleitung geht es um die Einrichtung eines NAS- bzw. Datei-Server mit dem Raspberry Pi. Die Dateien sollen auf einer externen USB-Festplatte gelagert werden. Diese wird an den Raspberry angeschlossen. Der Zugriff erfolgt dann über einen Computer. Des weiteren wird die USB-Festplatte als Laufwerk im Datei-Explorer eingebunden. So steht sie ihnen immer zur Verfügung. Als Betriebssystem des Pi wird Raspbian Stretch verwendet.

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Vorbereitung

In dieser Anleitung wird mit dem aktuellen Raspbian Stretch gearbeitet. Bei älteren Versionen von Raspbian können diverse Komponenten fehlen, die sie dann noch nachinstallieren müssen.

Zu Beginn aktualisieren wir erst einmal den Raspberry Pi. Dazu geben Sie folgende Befehle in das Terminal ein. Der erste Befehl aktualisiert die Programm-Bibliothek und der zweite aktualisiert das Betriebssystem des Pi.

  • sudo apt update
  • sudo apt upgrade

 

Samba Server installieren

Öffnen Sie das Terminal des Rasberry Pi und geben zur Installation folgenden Befehl ein. Bestätigen Sie die Installationsabfrage mit J. Nach Abschluss der Installation fahren Sie mit der Konfiguration vom Datei-Server fort.

  • sudo apt-get install samba samba-common smbclient

 

Samba als Datei-Server konfigurieren

Zuerst prüfen Sie mit diesen Befehlen, ob der Samba Server läuft. Geben die Befehle beide active running zurück, ist alles in Ordnung und der Server läuft.

  • sudo service smbd status
  • sudo service nmbd status

 

Die mitgelieferte Konfigurationsdatei ist zu Umfangreich für unsere Zwecke. Deshalb wird sie mit folgenden Befehlen einfach umbenannt und neu angelegt.

  • sudo mv /etc/samba/smb.conf /etc/samba/smb.conf_alt
  • sudo nano /etc/samba/smb.conf

 

Diese Befehle schreiben Sie jetzt in den Editor der sich automatisch geöffnet hat. Erläuterung der Konfiguration: workgroup gibt die Netzwerkgruppe an (wird aber bei neueren Systemen nicht berücksichtigt). security gibt an, dass nur Benutzer Zugriff haben, die auch auf dem Server eingerichtet wurden. encrypt passwort bewirkt, dass die Passwörter verschlüsselt übertragen werden. Speichern Sie die Konfiguration und Schließen den Editor mit der Tastenkombination STRG + O, Enter, STRG + X.

  • [global]
    workgroup = WORKGROUP
    security = user
    encrypt passwords = yes

 

Testen Sie die Konfiguration durch Eingabe von:

Keine Fehlermeldung? Dann ist alles in Ordnung.

  • testparm

 

Mit folgendem Befehl können Sie noch einmal überprüfen, ob das Dateisystem (NTFS…) von ihrem Raspberry Pi unterstützt wird. Formatieren Sie die Festplatte am besten im NTFS Format. Mit Fat-16, Fat-32 oder exFat kann Raspbian nicht arbeiten.

  • ls -1 /lib/modules/$(uname -r)/kernel/fs

 

Als nächstes Überprüfen Sie ob die Freigaben überhaupt erreichbar sind. Als IP-Adresse geben sie die ihres Pis ein. Mit ifconfig finden sie heraus welche IP-Adresse ihr Pi hat. Bei Erfolg steht im Terminal Anonymous login successful. Beim zweiten Befehl ist raspberrypi der Hostname. Haben Sie diesen geändert, tragen sie ihren eigenen Hostnamen ein.

  • smbclient -N -L //192.168.../
  • smbclient -N -L raspberrypi

 

In diesem Schritt prüfen wir ob sich ein Benutzer anmelden kann. Als IP-Adresse geben sie hier auch wieder ihre eigene ein. Werden Sie nach einem Passwort gefragt ist alles in Ordnung. Da der Benutzer pi noch nicht im Server hinterlegt ist, können Sie sich auch noch nicht anmelden. Der Benutzer Pi ist nicht der gleiche wie bei ihrem Raspbian Login.

  • smbclient -U pi -L //192.168.../

 

 

Freigaben einrichten

Jetzt Setzen Sie die Freigabe für das mount-Point Verzeichnis mit folgendem Befehlen.

  • sudo mkdir /media/nas/
    sudo chown pi:pi /media/nas/
    sudo chmod 700 /media/nas/

 

Öffnen Sie danach die Samba Konfigurationsdatei mit dem Befehl

  • sudo nano /etc/samba/smb.conf

 

Tragen Sie dort ihre Freigaben ein. Erstellen Sie für jeden Nutzer eine eigene Freigabe. Im Beispiel ist es hier für den Nutzer pi eingerichtet. Speichern Sie die Konfiguration jetzt noch mit STRG + O, Enter, STRG + X.

  • [pi]
  • comment = Freigabe pi
  • path = /media/nas
  • read only = no

 

Legen Sie für den Samba-Benutzer pi ein Passwort fest. Samba-Nutzer sind eigenständige Nutzer die nur für den Samba-Server verwendet werden. Sie haben nichts mit den Raspbian Nutzern zu tun. Sie können auch andere Namen vergeben.

  • sudo smbpasswd -a pi

 

 

USB-Festplatte mounten und einrichten


Wichtiger Hinweis: Wenn Sie mit einer Remotedesktopverbindung von Windows auf den Raspberry Pi zugreifen, werden ihnen eventuell Fehlermeldungen nicht angezeigt. Führen Sie folgende Schritte direkt am Raspberry Pi durch!


Mit folgendem Befehl installieren Sie die benötigten Treiber für NTFS-Festplatten.

  • sudo apt-get -y install ntfs-3g hfsutils hfsprogs exfat-fuse

 

Mounten Sie die USB-Festplatte, damit Sie Zugriff darauf haben. Wir legen mit folgendem Befehl einen mount-Point ein. Den Namen des Ordners nas können Sie frei wählen.

  • sudo mkdir /media/nas

 

Stecken Sie jetzt die USB-Festplatte an ihren Raspberry Pi. Mit dem folgenden Befehl ermitteln wir die benötigte UUID und den device Pfad der USB-Festplatte. Ihre Festplatte erkennen Sie daran, dass in der Zeile fs_type NTFS steht.

  • sudo blkid -o list -w /dev/null

 

Der folgende Befehl erstellt einen mount-Point für die Festplatte. Der Befehl ist nur ein Beispiel und sie müssen ihn für ihr System noch anpassen. Erläuterung des Befehls: ntfs-3g gibt an, dass es sich um ein NTFS Dateisystem handelt. pi ist der Standard-Nutzername von Raspbian. Wenn andere Nutzer Zugriff erhalten sollen, müssen sie diesen ersetzen. Achtung, pi steht zweimal im Befehl. /dev/sda1/ gibt den device Namen ihrer USB-Festplatte an. /media/nas ist das mount-Point Verzeichnis.

  • sudo mount -t ntfs-3g -o utf8,uid=pi,gid=pi,noatime /dev/sda1 /media/nas

 

Das automatische mounten der Festplatte, richten Sie mit diesem Befehl ein. Nach jedem start des Raspberry Pi, wird die Festplatte automatisch in das System gemountet.

  • sudo nano -w /etc/fstab

 

Tragen Sie folgende Zeile in die fstab Datei ein und speichern Sie wieder mit STRG + O, Enter, STRG + X. Ersetzen Sie den Nutzername pi durch ihren gewünschten Namen.

  • UUID=123456567ABCDEFG /media/nas/ ntfs-3g utf8,uid=pi,gid=pi,noatime 0

 

Datei-Server in Windows einbinden

Nachdem die Konfiguration abgeschlossen ist, möchten wir natürlich auch Zugriff auf den Datei-Server erhalten. Dazu richten Sie sich ein Netzlaufwerk in Windows ein. Eine kurze Anleitung dazu finden sie hier.

 

 

Nützliche Links

Diskussionen zum Beitrag im IT Tweak Forum.

Weitere Tipps und Tricks zum Raspberry Pi finden Sie hier.

 

Quelle: elektronik-kompendium
Beitragsbildquelle: Raspbian Screenshot

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