Wasserkühlung – Radiator Platzierung und Auswahl

In diesem Artikel geht es um die Auswahl vom Radiator für eine selbst zusammengestellte Wasserkühlung. Wir geben Tipps zum Einbau ins Gehäuse und helfen bei der Wahl der Größe und Anzahl der Radiatoren.

Welcher Radiator ist der Beste für ihr System? Wie viele Radiatoren brauchen Sie für eine gute Kühlleistung? Wie dick sollte ein Radiator sein? Ist ein Push-Pull-System sinnvoll? Diese und weitere Fragen werden Sie sich mit den Informationen und Tipps aus diesem Artikels selbst beantworten können.

 

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Ideale Einbauposition vom Radiator im Gehäuse

Warme Luft steigt prinzipiell immer nach oben. Dementsprechend sollte der Radiator am besten im Gehäuse-Deckel verbaut und die Abluft von innen nach außen abgeleitet werden. Des weiteren bietet sich noch die Front oder Rückseite an, bei der die Abluft ebenfalls von innen nach außen geleitet wird. Ein frontaler oder rückseitiger Einbau bietet noch einen weiteren Vorteil, wenn Einlass und Auslass beide oben liegen. Die Luft kann so besser aus dem Radiator entweichen und das entlüften gestaltet sich um einiges einfacher. Das Gehäuse muss so nämlich nicht wie bei diversen anderen Einbaupositionen zu allen Seiten geneigt werden damit die Luft ihren Weg zum Ausgleichsbehälter findet. Das Problem haben Sie, wenn der Radiator im Gehäuse-Deckel verbaut wird und die Anschlüsse nach unten ins Gehäuse zeigen. Um dort komplett die Luft aus dem Radiator-Inneren zu lassen, müssen Sie das Gehäuse schon um 90 Grad nach vorne kippen.

Größe und Anzahl von Radiatoren

Die Anzahl der Radiatoren richtet sich nach der Anzahl der zu kühlenden Komponenten und deren Wärmeabgabe. Wird Beispielweise nur ein Prozessor mit mittelmäßiger Leistung verbaut (Intel i3, i5 oder Ryzen 3, 5 ) reicht ein 240er mit 2 Lüftern meist aus. Soll zudem noch die Grafikkarte oder der RAM mit gekühlt werden, sollten sie einen zweiten 240er mit ins System nehmen. Handelt es sich um Highend-Hardware oder haben Sie vor stark zu übertakten, sollten Sie zum nächst höheren 360er Radiator greifen und das ganze dann in doppelter Ausführung. Möchten Sie es besonders leise und trotzdem gut gekühlt dann nutzen Sie 140er Lüfter mit entsprechendem 420er Radiator oder größer.

Sie können im Prinzip so viele Radiatoren verbauen wie sie möchten. Lediglich der Platz im Gehäuse schiebt dem irgendwann einen Riegel vor. Mit dieser Faustformel liegen Sie bei der Auswahl auf jeden Fall richtig. Je mehr Kühlfläche zur Verfügung steht, desto mehr Kühlleistung wird erzielt. Die Kühlfläche vergrößern sie übrigens auch, wenn sie dickere Radiatoren verwenden. Hier ist die Wahl des richtigen Lüfters aber noch wichtiger. Alles zur richtigen Wahl des Lüfters finden Sie im nächsten Artikel.

Dicke vom Radiator

Es gibt Sie in den unterschiedlichsten Varianten. Die gängigsten Maße sind 3cm, 4,5cm und 6cm. Schauen Sie beim Kauf auf die genauen Maßangaben der Hersteller und vergessen Sie nicht die Lüfter breite dazu zu rechnen. Im Grundlegenden gilt auch hier wieder, der Platz im Gehäuse entscheidet mit über die dicke eines Radiators. Haben Sie ein großes Gehäuse mit viel Platz können Sie durchaus zu dickeren Radiatoren greifen. Ist nur wenig Platz, verwenden sie dementsprechend dünnere Radiatoren. Doch was ist im Endeffekt besser geeignet? Mit dicken Radiatoren erhöhen Sie nicht nur die benötigte Wassermenge, sondern auch die Kühlfläche. Diese wird nämlich nicht nur in der Länge und breite gemessen. Die Tiefe trägt ebenfalls zur Vergrößerung der Kühlfläche bei.

Radiator mit Push-Pull-System?

Unter dem so genannten Push-Pull-System versteht man einen Radiator der auf beiden Seiten mit Lüftern bestückt ist. Der eine Lüfter drückt (Push) die Luft in den Radiator und der andere zieht (Pull) die Luft auf der anderen Seite raus. Dieses verfahren soll angeblich die Kühlleistung nochmals steigern und wird häufig bei sehr dicken Radiatoren eingesetzt. Es reicht aber auch völlig aus, einen Lüfter zu verwenden, der im Bereich „statischer Druck“ sehr gute Werte liefert. Man erreicht zwar eine minimal bessere Kühlleistung mit einem Push-Pull-System, aber das ist mit einem „höheren“ Stromverbrauch und kosten für die Lüfter verbunden. Nutzer, die so ein System verwenden, möchten wirklich das letzte aus der Wasserkühlung raus holen. Also eher etwas für die Enthusiasten unter ihnen.

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Nützliche Links

Weitere Tipps und Tricks zu Hardware finden Sie hier.


Beitragsbildquellen: Fotos IT Tweak

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