Wasserkühlung – Lüfter Auswahl Statischer Druck vs Luftvolumen

Mit der Auswahl der Lüfter steht oder fällt eine gute individuelle Wasserkühlung. Wir erklären ihnen den Unterschied zwischen einem Lüfter der sich für Radiatoren eignet und denen die Sie besser nicht verwenden sollten.

Lüfter – Luftvolumen vs Statischer Druck

Die zwei Zauberworte sind Airflow (Luftvolumen) und Static Pressure (Statischer Druck). Diese beiden Werte sind die wichtigsten Angaben zur Auswahl eines guten Lüfters. Wobei es bei der Verwendung auf einem Radiator viel mehr auf den statischen Druck ankommt. Luftvolumen ist ein Wert der für Gehäuselüfter wichtig ist. Da es dort darauf ankommt so viel Luft wie möglich zu bewegen. Bei einem Radiator wird die Luftmasse aber durch die Lamellen gebremst. Sie brauchen also Lüfter die mit diesem Umstand zurecht kommen und genug Luftdruck erzeugen.

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Verwendung von Luftfiltern

Staub ist der Feind eines jeden Computers. Je mehr Staub sich zwischen den Kühlrippen ablagert umso schlechter wird die Kühlleistung. Dies gilt übrigens nicht nur für Radiatoren sondern auch bei einer konvenzionellen Luftkühlung. Sie haben jetzt die Qual der Wahl. Entweder Sie reinigen ihre Kühlkörper regelmäßig oder Sie verwenden Luftfilter um den Staub vor dem Eindringen zu hindern. Im letzteren Fall gibt es jedoch noch etwas zu beachten. Die Einbauposition der Luftfilter ist hier entscheidend.

Wird der Luftfilter zwischen Lüfter und Radiator eingebaut, ist er er zum einen schwerer zu reinigen und zum anderen stört er die Luftströmung. Daraus resultiert eine verminderte Kühlleistung. Deshalb sollten Luftfilter vor den Lüfter eingesetzt werden. Sodass die Luft durch den Luftfilter vom Lüfter angesaugt wird.

Betreiben Sie den Lüfter auf dem Radiator im saugenden Betrieb, gehört der Filter logischerweise vor den Radiator. Nicht zwischen Lüfter und Radiator.

120mm oder 140mm Lüfter

Als letztes stellt sich noch die Frage nach der Größe die verwendet werden sollen. Im Prinzip gibt hier auch wieder das Gehäuse die möglichen Größen vor. Für einen möglichst leisen Betrieb auch unter Vollast eignen sich 140mm besser als ihre kleinen Brüder. Das heißt aber nicht, dass sich 120mm viel schlechter darstellen. Bei ausreichend Kühlfläche kann auch mit den 120mm Lüftern ein leiser Betrieb unter Vollast erreicht werden. Je mehr Einbaumöglichkeiten für Radiatoren im Gehäuse sind umso besser. Etliche Hersteller sind mittlerweile weg von den vielen Einbaurahmen für Festplatten und Laufwerken und bieten anstelle dieser, mehr Platz für Lüfter und Radiatoren.

Lüfter saugend oder drückend einbauen?

Es gibt beim Lüfter-Einbau auf einen Radiator zwei Möglichkeiten. Zum einen kann der Lüfter die Luft durch den Radiator saugen oder durch diesen durch drücken. Grundlegend funktioniert beides recht gut. Die besseren Kühlleistungen erhalten Sie jedoch im drückenden Betrieb. Wir sprechen hier aber nur über minimale Unterschiede. Diese können je nach verwendetem Lüfter aber auch größer ausfallen. Probieren Sie am besten beide Varianten einmal mit ihren eigenen Lüftern aus. Achten Sie dabei auf die Wassertemperatur unter Vollast. Dazu können Sie beispielsweise den Stress-Test von Prime 95 verwenden. Lassen Sie ihn jeweils eine halbe Stunde laufen. Die Lüfter stellen Sie dabei auf 100% Drehzahl um einen guten Vergleichswert zu erhalten.

Luftstrom und Luftfördermenge beachten

Damit ein Radiator vernünftig arbeiten kann braucht er genügend Luft. Die Luft die aus dem Gehäuse durch den Radiator strömt sollte idealerweise auch wieder als Frischluft ins Gehäuse gelangen. So erhalten Sie die bestmögliche Kühlleistung. Achten Sie also beim Kauf der Gehäuselüfter auf genügend Luftfördermenge. Diese sollte ungefähr der Luftfördermenge der Radiator-Lüfter entsprechen oder höher sein.

Der ideale Luftstrom im Gehäuse wird nur dann gewährleistet wenn alle störenden Teile aus dem Strömungsbereich entfernt werden. Verlegen Sie deshalb jegliche Kabel so gut wie Möglich aus dem Luftstrom raus.

Leiten Sie wenn möglich nie die warme Abluft eines Radiators durch einen weiteren Radiator. Sonst senken Sie die Kühlleistung des zweiten Radiators erheblich herab, da er die warme Luft des ersten Radiators ansaugt. Die Luft sollte möglichst immer vom Gehäuse durch den Radiator nach außen abgeführt werden.

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Nützliche Links

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Beitragsbildquellen: Fotos IT Tweak

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