Windows 10 – Im SSD Betrieb ohne Auslagerungsdatei

Windows 10 soll ohne die Auslagerungsdatei auskommen, wenn eine SSD-Festplatte verbaut ist. Zudem soll es auch schneller und genauso stabil laufen. Ein Selbsttest von IT Tweak gibt Antworten.

Vor einiger Zeit ist IT Tweak eine Meldung ins Auge gefallen. Diese besagte, dass eine Auslagerungsdatei im SSD Betrieb unsinnig sei. Diese würde den Betrieb nur ausbremsen, da eine einzelne große Datei länger zur Verarbeitung braucht. Eine SSD liefert die Daten angeblich so schnell, dass die Auslagerungsdatei wegfallen kann.

Hinweis von Microsoft

Microsoft selbst gibt an, dass zumindest eine Auslagerung von 400MB auf dem Systemlaufwerk vorhanden sein sollte. Diese würde die Stabilität des Betriebssystems gewährleisten und sei von Nöten. Wie alt dieser Hinweis ist, konnten wir bislang noch nicht herausfinden. Deswegen hat IT Tweak auf 2 Rechnern den Selbsttest durchgeführt.

Testaufbau zur Auslagerungsdatei

Ein Rechner wurde mit einer SSD-Festplatte als Systemlaufwerk aufgesetzt. Der andere Rechner hat eine NVME-Festplatte als Systemlaufwerk verbaut. NVME-Festplatten sind nochmals um ein vielfaches schneller als SSD-Festplatten. Auf beiden Rechnern wurde die Auslagerungsdatei komplett deaktiviert. Windows 10 Pro in der 64-bit Version wurde bei den Tests verwendet.

Testergebnisse

Getestet wurde jeweils die Stabilität bei Anwendungen, Kopieren von Daten, Surfen im Internet, Videobearbeitung, Bildbearbeitung und Gaming. Die Testsysteme haben ein halbes Jahr mit der Konfiguration ohne Fehler oder Ausfälle gearbeitet. Die Systemleistung hat sich durchaus etwas verbessert, wenn auch nicht viel. Die Startzeit der Systeme hat sich marginal verbessert. Es sind keinerlei Einschränkungen oder sonstige Nachteile aufgefallen.

Fazit

Windows 10 benötigt anscheinend keine Auslagerungsdatei wenn eine SSD-Festplatte als Systemlaufwerk eingesetzt wird. Die Anweisung von Microsoft scheint somit überholt und aus vergangenen Zeiten zu stammen. Testen Sie es selbst und verabschieden die Auslagerungsdatei in den Ruhestand. Das gilt natürlich nur wenn Sie eine SSD-Festplatte oder besseres (M2 / NVME) verbaut haben.

Nützliche Links

Weitere Tipps und Tricks zu Windows 10 finden Sie hier.

Quelle: Microsoft, neowin
Beitragsbildquelle: Windows 10 Desktop Screenshot

2 Kommentare

  1. Hey, bin gerade durch Google auf eure Seite gestoßen und möchte einen kurzen Hinweis aus dem Jahr 2020 für euren Beitrag da lassen, da ein paar Aussagen nicht ganz so Sinnvoll sind und sind von mir auch schon mehrfach Nachvollzogen worden.

    Die 400 MB sind für Logdateien und haben nichts mit der Stabilität zu tun, weswegen MS empfiehlt diese mindestens zu aktivieren. Sollte z.B. das System abstürzen, werden noch Bluescreens in das SysLog geschrieben und somit können Abstürze noch nachvollzogen werden.

    Sleep States. Für gewisse Nutzung der Ruhezustände werden die Auslagerungsdateien benötigt. Dabei muss berücksichtigt werden, dass gewisse Einstellungen dann nicht mehr dies bezüglich ausgewählt werden können.

    NVME als Systempartition kann ich absolut nicht empfehlen, da diese Technologie eher für große Dateien gedacht ist und dort seine Geschwindigkeit zur Geltung kommt. Was bedeutet das eine NVME Platte bei extrem vielen Dateizugriffen (was bei einem Betriebsystem nun mal der Fall ist), sogar teilweise so langsam wird wie eine SSD wird.
    Dies kann man anhand der IOPS auch ganz gut Nachvollziehen. Da eine NVME gegenüber einer SSD ca. 2.5x Zugriffe hat, aber dafür eine 6-7x Lese/Schreib Geschwindigkeit.

    Ich hoffe ich konnte eurem Beitrag etwas gutes tun, da er netterweise bei Google als erster angezeigt wurde. *humps up and have a great day*

    • Danke für die Ergänzungen. NVMe hat sich bei etlichen Testsystemen als die bessere Wahl ergeben. Auch wenn nicht große Datenmengen transferiert werden. Programme und Spiele starten nochmal ein paar Sekunden schneller als mit einer SSD.

      Wir haben hier alle auf den Live-Systemen NVMe als Boot und ihre Aussage kann ich hier nicht nachvollziehen. Egal bei welcher Anwendung oder Nutzung mit etlichen Datenzugriffen war die NVMe einer SSD immer überlegen.

      Die 400MB sind nur eine alte Angabe von MS. Klar kann man die Auslagerungsdatei auch etwas größer anlegen. Eigentlich ist diese aber wie schon im Artikel erwähnt nicht mehr nötig. Wir arbeiten schon seit Jahren ohne Auslagerungsdatei.

      Zum Ruhezustand kann ich nichts genaues sagen, da Ruhe für unsere Rechner eher ein Fremdwort ist.

      Schönes Wochenende und Grüße.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Informationen zur Datenschutzerklärung.