M.2 NVMe – Schnellere Variante der SSD Festplatte

NVMe ist die schnellere Variante von SSD-Festplatten. Wir liefern alle Informationen damit Sie beim Kauf eine gute Wahl treffen.

Wer behauptet, das eine SSD-Festplatte schnell ist, der hat an sich recht, doch es geht noch schneller. Die aktuell schnellste Generation der SSDs heißt NVMe und steht für Non volatile Memory Express. Alle Details zu den aktuellen Highspeed Festplatten haben wir in diesem Artikel für Sie zusammen getragen. Hier erfahren Sie alles nötige das sie vor dem Kauf zum Thema wissen sollten. Das geht von Bauformen über Geschwindigkeit bis hin zu Steckplätzen und dem nachrüsten solcher.

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NVMe Festplatte

Vorteile und Nachteile

Fangen wir mal mit den Vorteilen an die eine NVMe gegenüber einer SSD hat. Die Bauform ist sehr Platzsparend. Sie benötigen keine Anschlusskabel in Form von Strom und Datenkabel. Die Geschwindigkeit ist überragend aber leider spielt sie ihre wirklichen stärken nur bei dauerhaftem Datentransfer aus. Sie eignet sich also bestens für Server die täglich jede Menge Daten hin und her bewegen müssen. Im Heimbereich sind diese extremen Vorteile etwas geringer aber doch deutlich zu spüren. Windows bootet zwar sehr schnell aber im Vergleich zu einer SSD sind es nur wenige Sekunden. Die Unterschiede sehen sie eher in Anwendungen wie zum Beispiel Videobearbeitung oder Zeichenprogramme (CAD / Photoshop…). Rendern und bearbeiten geht noch ein mal etwas schneller von der Hand. Richtig schnellen Datentransfer erreichen Sie aber nur von NVMe zu NVMe.

Kommen wir jetzt zu den Nachteilen. Ein sehr großer Nachteil ist der hohe Anschaffungspreis der doch deutlich über dem von SSD-Festplatten liegt. Das wird sich aber mit der Zeit legen. Man bedenke das es zu den Anfängen der SSD ebenfalls einen hohen Preis pro GB gab. Die Technik dürfte sich in den nächsten Jahren aber soweit etabliert haben, dass auch hier die Preise schnell fallen werden. Der zweite Nachteil ist die Wärmeentwicklung der NVMe-Festplatten. Diese werden unter last gut und gerne mal 50-60 Grad warm. Die Hitze beeinflusst hierbei leider die Leistung und deshalb sollten Sie über einen Kühlkörper nachdenken. Diese gibt es für kleines Geld mittlerweile von verschiedenen Herstellern.

M.2 Steckplatz und Baugrößen

Als Steckplatz nutzt jede NVMe-Festplatte die M.2 Variante. Planen Sie diesen mit ein, wenn Sie demnächst mal einen Laptop oder einen neuen Desktop-PC anschaffen. Er sollte definitiv nicht fehlen für die Zukunft.

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M.2 Steckplatz Desktop Mainboard

NVMe-Festplatten gibt es in verschiedenen Größen. Damit ist aber jetzt nicht die Kapazität der Festplatte gemeint sondern die Größe der Platine. Diese ist bei der Auswahl entscheidend, denn nicht jede NVMe kann in jedem M.2 Steckplatz betrieben werden. Gerade beim Laptop sollten Sie genau auf die Bezeichnung achten. Hier kommt meist die kleinste Bauform zum Einsatz. Damit Sie immer die richtigen Größen wählen erklären wir hier noch kurz was es mit den Zahlen auf sich hat.

Die ersten beiden Zahlen geben die breite in mm an und die letzten Zahlen die Länge in mm. Das heißt eine 22110 NVMe ist 22mm breit und 110mm lang. Das gängigste Maß ist 2280 und passt auf so ziemlich jedes Desktop Mainboard mit M.2 Steckplatz. Im Laptop kommt meist aus Platzgründen die kleine 2230 Variante zum Einsatz.

Einbau der NVMe

Beim Einbau ist es sehr wichtig zu wissen, das die Platine nicht waagerecht in den M.2-Steckplatz eingeschoben wird. Die waagerechte Position wird erst nach dem Einstecken durch herunter drücken in Richtung Mainboard erreicht. Danach wird sie noch mit einer Schraube fixiert damit Sie nicht wieder von alleine nach oben gedrückt wird. Halten Sie die Platine leicht schräg (siehe Foto) und schieben Sie dann in den Steckplatz hinein. Runter drücken, handfest anschrauben und fertig ist der Einbau.

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Position beim Einbau

M.2 Steckplatz nachrüsten

Von dem Gedanken sollten sie sich schnell wieder verabschieden wenn ihr Mainboard NVMe gar nicht unterstützt. Die Nachrüst-Kits laufen dann nämlich über den SATA-Port und dieser ist limitiert auf maximal 600MB/s. Die NVMe-Festplatte kann aber weit aus mehr leisten. Sie würden ja auch keinen Trabi mit einem V8 Motor nachrüsten.

Treiber installieren nicht vergessen

Genauso wie es für SSD Treiber und Tools gibt sind auch für NVMe-Festplatten Treiber vorhanden. Diese werden aber oft vergessen zu installieren. Damit Sie auch wirklich das volle Potential ihrer SSD / NVMe ausschöpfen installieren Sie die Treibe.

Die Tools der Hersteller sollten Sie auch gleich mit installieren. Mit diesen haben sie nicht nur einen guten Blick auf den Zustand der Festplatten sondern erhalten meist noch Optimierungen und andere nützliche Zusatzfunktionen.

NVMe SSD richtig aufräumen nach längerem Gebrauch

Der TRIMM Befehl ist Beispielsweise ein nützliches Werkzeug um die SSD nach längerem Gebrauch mal wieder aufzuräumen. Dieser kann über die Konsole von Windows (WIN + R) aufgerufen werden. Es gibt aber auch Tools der Hersteller, die diesen Prozess mit einem Klick erledigen.

Das Defragmentierungs-Programm von Windows sollten sie tunlichst meiden. Dies ist nur für normale Festplatten geeignet. Windows erkennt für gewöhnlich, ob es sich um eine SSD handelt, verweigert das Defragmentieren und nutzt statt dessen den TRIMM-Befehl. Sie können im Defragmetierungs-Tool kontrollieren ob ihre SSD als Solid-State-Laufwerk erkannt wird (siehe Screenshot).

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Nützliche Links

Weitere Tipps und Tricks zu Hardware finden Sie hier.


Beitragsbildquelle: Screenshots Windows 10 / Fotos IT Tweak

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